Betonbau am Stummhafen nahezu vollendet

Über 1.000 Mitarbeiter montieren Innenleben des Kraftwerks

04.11.2010

Lünen. Nachdem die Betonbauphase des Trianel Kohlekraftwerks Lünen bis auf das Flugasche-Silo weitestgehend abgeschlossen ist, arbeiten die über 1.000 Bauarbeiter nun am Innenleben des Kraftwerks.
Am deutlichsten wird dies bei den Kohlesilos, die strukturell fertig gestellt sind, Kesselhaus des Trianel Kohlekraftwerks Lünenan deren Innenausbau aber noch bis weit ins nächste Jahr planmäßig gearbeitet wird.

Die Betonarbeiten am im Endausbau 70 Meter hohen Flugaschesilo sind zurzeit auf 23 Meter Höhe angekommen – innen wird nun der Trichter betoniert, von dem aus über Verladerüssel die Flugasche auf Lastwagen umgeladen wird, sobald das Kraftwerk in Betrieb geht.

Der 450 Tonnen schwere Maschinentrafo, der vergangene Woche geliefert wurde, ist inzwischen aufgestellt. Er wird zukünftig die Generatorspannung von 27 KV auf die Spannung des Hochspannungsnetzes von 380 KV transformieren.

Im Maschinenhaus sitzen Hochdruck- und Mitteldruckturbine bereits in ihren Fundamenten. Beide Turbinen wurden bei Siemens in Mülheim/Ruhr gefertigt. Die Hochdruck- und die Mitteldruckturbine wurden im Maschinenhaus installiertNoch im November werden die beiden Teile der Niederdruckturbine eingebaut.

Mit größter Spannung wird auf der Baustelle allerdings das Anheben der zusammengeschweißten Kesselmodule erwartet, das in den nächsten Tagen stattfinden wird. Abhängig von den Witterungsbedingungen sollen die 4.800 Tonnen schweren und 40 Meter hohen Kesselmodule 1 bis 4 spätestens bis Mitte November auf ihre finale Höhe von 88 Meter mit Litzenzügen hochgezogen werden. Die Befestigung erfolgt über Gewindestangen, die an Laschen hängen. So können sich Kessel und Brennkammer unter Feuer ausdehnen. Bei einer Feuerungstemperatur von 1.290 Grad entsteht im Druckteil des Kessels ein Druck von bis zu 285 bar, der Frischdampf selbst wird 600 Grad warm. Unter diesen extremen Bedingungen dehnen sich Druckteil und Feuerungsklammer des Kessels um bis zu 80 Zentimeter aus. Die 30 Meter hohe Brennkammer wird zurzeit vormontiert.        

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