Erörterungstermin zur Hochspannungsfreileitung

Drei Tage lang Erörterung in der Waltroper Stadthalle

15.06.2009

Lünen/Waltrop. In der Stadthalle Waltrop beginnt Dienstag, den 16.6.2009 der auf drei Tage angesetzte Erörterungstermin  für den Neubau einer 380-Kilovolt-Hochspannungsfreileitung. Der Erörterungstermin ist Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens für den Neubau der Hochspannungsfreileitung. Unter der Leitung von Regierungsdirektor Ulrich Michael (Bezirksregierung Münster) wird der Neubau der 380-Kilovolt-Hochspannungsfreileitung zur Netzanbindung des im Bau befindlichen Trianel Kohlekraftwerks am Lüner Stummhafen und des geplanten Kohlekraftwerks der Evonik in Lippholthausen erörtert

Den Genehmigungsantrag hat die Netzleitung Lünen GmbH gestellt, ein Gemeinschaftsunternehmen der Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH und der Evonik Steag GmbH. Die insgesamt 8,2 Kilometer lange Hochspannungsfreileitung soll von Lünen aus weitgehend parallel zu der bereits vorhandenen 220-kV-Hochspannungsfreileitung in die neu zu errichtende Schaltanlage Lippe nach Waltrop führen. Dabei haben die Planer besonders darauf Wert gelegt, die Lippeaue nicht zu tangieren. Insgesamt wird die Anlage inklusive der Netzanbindung rund 20 Millionen Euro kosten.

Die Geschäftsführer der Netzleitung Lünen GmbH, Dr. Jürgen Bewerunge (Trianel) und Dr. Klaus Spindler (Evonik) sind zuversichtlich, daß ihre Trassenplanung genehmigt wird. Nach der Genehmigung, die im 4. Quartal 2009 erwartet wird, soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Vor dem Bau der Masten erfolgen Arten-Schutzmaßnahmen. Konkret werden in der Lippeaue auf mehreren Hektar Fläche Brutgelegenheiten für Schafstelze und Kiebitze geschaffen. In diesen Bereichen wird zudem die landwirtschaftliche Nutzung zugunsten des Naturschutzes eingeschränkt. 

  • Steinkohlekraftwerk Lünen