Hochspannungsleitungsbau für Trianel und Evonik-Kraftwerke liegt exakt im Zeitplan

Seilzugarbeiten am Lüner Stummhafen haben begonnen

26.01.2011

Lünen/Waltrop. Die Anbindung des Trianel Kohlekraftwerks Lünen ans Hochspannungsnetz ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Bau der Stromtrasse Ende Januar 2011Die Netzleitung Lünen GmbH (NLG) hat auf dem Gelände des Kraftwerks am Stummhafen mit den Seilzugarbeiten begonnen. Die Netzleitung Lünen ist eine gemeinsame Gesellschaft der Kraftwerksbetreiber Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH (TKL) und der Evonik Steag GmbH.

Die Hochspannungsfreileitung verbindet zukünftig das Trianel Kohlekraftwerk Lünen mit der neuen 380-kV-Schaltanlage der Amprion GmbH in den Waltroper Rieselfeldern. Beide Anlagen befinden sich noch im Bau. Der Strom wird über 21 Masten geleitet, von denen 11 bereits fertig gestellt sind. Innerhalb der kommenden fünf Monate werden alle Masten, die von 50 bis 70 Metern hoch sind, aufgebaut und mit Leitungen bespannt.

Insgesamt werden dann zwei Stromsysteme für TKL und Evonik mit zusammen 24 Stromseilen, einem Lichtwellenleiter und einer Erdseil-Lichtwellenleiter-Kombination über die Masten laufen. Die Gesamtlänge der stromführenden leichten Aluminium-Seile, die aus Festigkeitsgründen einen Stahlkern besitzen, beträgt rund 150 Kilometer.

Durch die Leitungen selbst wird der 380-kV-Hochspannungsstrom des Kraftwerks geschickt, der dann über die sechs Kilometer entfernte Schaltanlage Lippe in Waltrop in das Überlandnetz von Amprion eingespeist wird. Nach Auskunft der beiden Geschäftsführer der NLG, Dr. Jürgen Bewerunge, TKL, und Dr. Klaus Spindler, Evonik Steag, liegt der Bau der Hochspannungsfreileitung exakt im Zeitplan. Die Bauarbeiten des Abschnitts bis zum Trianel Kraftwerk werden im Juni 2011 abgeschlossen sein. „Bei den Höhenarbeiten auf den Masten ist absolute Schwindelfreiheit Vorraussetzung. Jeder Handgriff muss sitzen. Beim Bau der 380-kV-Leitung gelten die höchsten Anforderungen an die Arbeitssicherheit", so Anja Bury, Projektleitung der TKL für den Freileitungsbau.

(Zeichen 1.892)

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