Trianel Kohlekraftwerk Lünen nimmt Dauerbetrieb auf

Bezirksregierung erteilt Vorbescheid und Genehmigungen

03.12.2013

Lünen. „Das Kraftwerk ist vollständig genehmigt“, stellt Manfred Ungethüm, Geschäftsführer der Trianel Kraftwerksgesellschaft in Lünen, fest. Ein Jahr nach dem Erörterungstermin hat die zuständige Bezirksregierung Arnsberg nun erneut die immissionsschutz- und wasserrechtlichen Bescheide für das Trianel Kohlekraftwerk Lünen sowie die Betriebsgenehmigung zugestellt. Nach fünfjähriger Errichtungsphase ist das Kraftwerk seit dem 1. Dezember 2013 im regulären Dauerbetrieb. „Wir haben nie daran gezweifelt, dass das Kraftwerk genehmigungsfähig ist“, kommentiert Manfred Ungethüm das positive Urteil der Genehmigungsbehörde. „Alle Beteiligten haben sehr sorgfältig gearbeitet, um sicherzustellen, dass das Kraftwerk die immissionsschutzrechtlichen, wasserrechtlichen und naturschutzrechtlichen Voraussetzungen im vollem Umfang erfüllt“, bedankt sich Ungethüm bei der Bezirksregierung, den Gutachtern und Mitarbeitern. 

Mit einem Wirkungsrad von 45,95 Prozent ist das Trianel Kohlekraftwerk Lünen das derzeit effizienteste und sauberste Steinkohlekraftwerk in Europa. Durch den Einsatz modernster Technik und den hohen Wirkungsgrad verbraucht das Kraftwerk weniger Steinkohle und spart gegenüber alten Kohlekraftwerken jährlich bis zu einer Million Tonnen CO2 ein. Im Dauerbetrieb erreicht das Kraftwerk unter Volllast eine Leistung von bis zu 752 Megawatt. Ungethüm: „Nach unseren Prognosen werden wir  2014 rund 7.000 Volllaststunden mit dem Kraftwerk fahren.“ Damit versorgt das Kraftwerk rund 1,5 Millionen Musterhaushalte mit Strom. Zusätzlich übernimmt das Kraftwerk die Versorgung der Stadt Lünen mit Fernwärme.

Eingeweiht wird das Kraftwerk am Barbaratag, den 4. Dezember 2013, dem traditionellen Gedenktag der heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute.  Eröffnet wird die Veranstaltung von Hans Wilhelm Stodollick, Bürgermeister der Stadt Lünen, sowie Manfred Ungethüm. Geladen sind neben Vertretern der am Kraftwerk beteiligten 30 Stadtwerke die Ratsfraktionen der Stadt Lünen, Vertreter der Landes- und Bundespolitik sowie die direkten Nachbarn des Kraftwerks.

Die Antragsunterlagen für den neuen Vorbescheid sowie die wasserrechtlichen Genehmigungen hatte Trianel Mitte 2012 bei der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg eingereicht. Zuvor hatte das Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) im Dezember 2011 den immissionsschutzrechtlichen Vorbescheid aus dem Jahr 2008 aufgehoben, da insbesondere die FFH-Verträglichkeit für die Cappenberger Wälder zum damaligen Zeitpunkt nicht lückenlos nachgewiesen werden konnte. Ungethüm: „Alle damals beanstandeten Punkte haben wir nochmals umfassend betrachtet und mit neuen Gutachten nachgearbeitet.“ Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung wurden bei der dreitägigen Erörterung vom 10. bis 12. Dezember 2012 alle Antragsunterlagen und Einwendungen ausführlich diskutiert.  

Die von der Bezirksregierung erteilten Bescheide umfassen den Vorbescheid nach § 9 des Bundesimmissionsschutzgesetzes, die Genehmigung zur Einleitung von Prozessabwässern aus dem Regelbetrieb des Kraftwerks in die Schmutzwasserkanalisation des Stadtbetriebs Abwasserbeseitigung Lünen nach § 58 Wasserhaushaltsgesetz sowie die wasserrechtliche Erlaubnis nach
§ 8 Wasserhaushaltsgesetz zur Einleitung von Abwasser über ein vorhandenes Einleitungsbauwerk in die Lippe. Zudem wurde die erste und siebte Teilgenehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz zur Errichtung und zum Betrieb eines Steinkohlekraftwerks von der Bezirksregierung erteilt. Für alle Bescheide wurde die sofortige Vollziehung angeordnet.

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