Trianel Kohlekraftwerk Lünen wird sauberer als geplant

Erörterungstermin im Hansesaal beginnt am Valentinstag

11.02.2011

Lünen. Die Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH (TKL) ist sich sicher, alle  Bedenken von Bürgerinnen und Bürgern und des Bundes für Umwelt und Naturschutz e.V. (BUND) beim Erörterungstermin der Bezirksregierung Arnsberg im Lüner Hansesaal schlüssig entkräften zu können.

Der Erörterungstermin zur 6. Teilgenehmigung beginnt am kommenden Montag.

In der 6. und damit vorletzten Teilgenehmigung wird in erster Linie die FFH-Verträglichkeitsstudie und die Immissionsprognose erörtert.

In der Studie, die das Oberverwaltungsgericht Münster angeregt hatte, werden die Auswirkungen des Kraftwerks auf die FFH (Flora Fauna Habitat) - Gebiete in den Lippeauen und dem Cappenberger Wald untersucht. Nach den vorgelegten Studien gefährden die Emissionen des Trianel Kraftwerks weder Tiere noch Pflanzen.

Im Fokus der Untersuchung steht zudem die Frage, wie stark die Kraftwerksemissionen die Lippeauen düngen – und so den auf mageren Böden gedeihenden Glatthafer verdrängen könnten. Nach den Berechnungen der Wissenschaftler wird das Kraftwerk im nur theoretischen denkbaren "Rund-um-die Uhr-Betrieb" die Lippeauen mit 20 bis maximal 270 Gramm Stickstoff pro Hektar und Jahr düngen. Angesichts der vorhandenen Hintergrundbelastung von 35 Kilogramm pro Hektar und Jahr, entspricht dies einer Zusatzbelastung von weit unter einem Prozent, die nach allen gesetzlichen Vorschriften zulässig ist.

„Eine so umfangreiche FFH-Veträglichkeitsstudie gab es bisher noch bei keinem einzigen deutschen Kraftwerksprojekt“, erklärt der Geschäftsführer des Trianel Kohlekraftwerks Lünen, Manfred Ungethüm. Vor diesem Hintergrund sei es verständlich, dass der BUND, wie auch einzelne Bürger, darunter Ratsmitglieder der Lüner Grünen, kritische Fragen formuliert hätten, die im Erörterungstermin zu diskutieren seien. „Grundsätzliche Kraftwerksgegner werden wir voraussichtlich auch mit den besten Argumenten nicht überzeugen“, so Ungethüm, „aber die offenen Sachfragen werden wir alle beantworten können.“

Freiwillig verpflichtet sich Trianel im Antrag zur 6. Teilgenehmigung, über die bisherigen Planungen hinaus noch niedrigere Grenzwerte in den Bereichen Schwefeldioxid, Stickoxide und Staub einzuhalten. Manfred Ungethüm freut sich über die Verbesserungen: „Wir haben zugesagt, unser Kraftwerk auch während des Baus umwelttechnisch zu optimieren. Der Stand der Technik macht es jetzt möglich, die ursprünglich beantragten Emissionen noch einmal deutlich abzusenken.“

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